Radfahren in Köln - Ein kleiner Guide

Die Eifel ist zum Rennradfahren gut geeignet

Das meistgenutzte Fortbewegungsmittel in der größten in Stadt Nordrhein-Westfalen ist das Fahrrad. Der Radverkehr in der Domstadt nimmt jedes Jahr zu und entlastet so Straßen und Umwelt.

Mit dem Rad zur Arbeit? Auf jeden Fall!

Leben in der Großstadt ist oft stressig genug, möchte man in Köln mit dem Auto zur Arbeit fahren, ist die Wahrscheinlichkeit im Stau zu stehen sehr hoch. Meist kostet es viel Zeit und Nerven bis man zu seinem Ziel gelangt und man selbst ist Teil des Problems. Das gleiche gilt für die Kölner Stadtbahn. Verspätete Züge und überfüllte Wagen gestalten diese Art der Fortbewegung auch nicht gerade komfortabel. Nimmt man hingegen das Fahrrad, so kann man zwei Probleme direkt übergehen. Zum Beispiel kann man durch keinen Stau aufgehalten werden. Auf dem Radweg oder der Straße kommt man leicht an den Autos vorbei und ist in den meisten Fällen schneller in der Stadt unterwegs als ein Auto. Auch um stickige Luft und wenig Platz in der Straßenbahn muss man sich mit dem Fahrrad keine Sorgen machen. Man treibt immer ein wenig Sport und ist auf keinen Fahrplan angewiesen.



Gefahren im Kölner Radverkehr

Doch wer in Köln mit dem Rad unterwegs ist weiß auch, dass es schnell mal gefährlich werden kann.

Der Rhein am Morgen
Der Radweg zwischen Köln und Bonn am Morgen.

Allein im Jahr 2018 gab es laut Polizei 2065 verunglückte Radfahrer im Kölner Stadtgebiet, neun davon sind im Kölner Radverkehr gestorben.

Im Test auf Fahrradfreundlichkeit des ADFC, welcher die deutschen Großstädte in verschiedenen Bereichen des Radverkehrs prüft, schnitt Köln mit einer der schlechtesten Noten ganz Deutschlands ab. Laut ADFC liegt das häufig am mangelnden Verständnis zwischen Rad- und Autofahrern, aber auch die Rad-Infrastruktur befindet sich oft in sehr schlechtem Zustand, wenn sie überhaupt vorhanden ist. Denn Radwege sind in Köln meist Mangelware und wenn es sie gibt, dann häufig in schlechtem Zustand. Als Radfahrer muss man deshalb immer mit großer Vorsicht unterwegs zu sein und sich der Gefahren bewusst sein.



Aktiv werden gegen die Autostadt

Gegen die Problematik der Fahrradunfreundlichkeit wird in Köln seit Jahren gekämpft. Radfahrer-Demos wie „CriticalMass“ setzen sich seit Jahren für die Fahrradfreundlichkeit in Köln ein. Die Bürgerinitiative "RingFrei" kämpft seit 2015 für die Einrichtung eines durchgehenden Radfahrstreifens auf den Kölner Ringen und hat schon viel bewirkt.

Und wer auf Radwegen unterwegs ist, kann das sofort der Stadt Köln über Apps und Portale mitteilen. Da gibt es zum Beispiel die Mängelkarte "RADar“ auf der man eintragen kann, wo akuter Handlungsbedarf besteht und der Radweg schnell repariert werden muss, auch das Online Portal „Sag’s uns“ der Stadt Köln kann sehr hilfreich sein, wenn es darum geht auf Missstände hinzuweisen.



In der Freizeit Köln und Umgebung erkunden

Doch auch in der Freizeit kann man das Fahrrad gut nutzen, um Köln und die Region zu erkunden. Die Möglichkeiten in der Region sind vielfältig und man tut etwas für seine Fitness. Überquert man den Rhein ist zum Beispiel das Bergische Land nicht weit, dort ist man schnell in ruhigen Tälern, in denen man nur wenig mit Autoverkehr zu tun hat.

Pause im Bergischen Land
Pause im Bergischen Land.

Wem das zu bergig ist kann aber auch den Radweg am Rhein nutzen und ist schnell aus der Großstadt heraus und kann auf direktem Weg nach Bonn fahren. Rad Apps wie „Komoot“ helfen sehr dabei geeignete Strecken für solche Radtouren zu planen und neue Wege zu erkunden.




Radsport in Köln

Wer mit seinem Rennrad etwas sportlicher unterwegs ist, muss in Köln nicht allein unterwegs sein. Vereine wie der „Verein Cölner Straßenfahrer“ oder die „Scuderia Südstadt“ bieten gemeinsames Training an und fahren meist Richtung Eifel oder Bergisches Land. Wann und wo man sich dort anschließen kann findet ihr auf den Websites. Alljährlich findet „Rund um Köln“ statt. Das Profi-Radrennen gehört fest zur Kölner Kultur und zieht tausende Zuschauer an die Strecke in Köln und im Bergischen Land.